Mittwoch, 31. Dezember 2008

Einzug

Um 8.30 Uhr war es dann so weit. Wo seltsamerweise am 29.12. so gar nichts los war im hinteren (OP-) Teil der Klinik, war am 31.12. doch reger Betrieb. Nach einem längeren Gespräch durch den halbtransparenten Vorhang (seltsame Art sich zu unterhalten!) mit der Patientin im Nebenbett, werde ich im Bett in den OP-Saal gerollt. Adam schiebt hinten, der Arzt zieht vorn. Ich komme mir vor wie in einer amerikanischen Krankenhausserie.

Der Arzt erklärt, von den 14 punktierten Eizellen seien 9 reif und befruchtungsfähig gewesen. 5 davon hätten sich befruchten lassen. Davon hätten sie heute 2 "sehr schöne" ausgesucht, die sich sogar schon einmal mehr als sie müssten, geteilt hätten. Hört sich doch gut an. Allerdings hätten sie sich wegen der nicht übergroßen Anzahl gegen das Einfrieren entschieden. Soll mir recht sein...

Ohne Vollnarkose ist der Transfer richtig interessant. Adam darf drin bleiben und ich besteige - nachdem mir der Arzt nochmals versichert hat, es täte nicht so weh, dass ich "verziehen" kann (das war nämlich meine Sorge: es ziept, ich zucke, die Embryonen sind weg), besteige ich den Stuhl.

Da ich kräftig husten soll, merke ich tatsächlich nur ein leichtes Ziepen, als die Führung für die beiden Embryos gelegt wird. Und dann wirds spannend: von der Petrischale, in der sie hereingetragen wurden, sind die beiden in ein kleines Schläuchlein umgefüllt worden. Zum angucken sind sie leider zu klein. Dieses Schläuchlein jedenfalls wird dann in mir bzw. meinem Muttermund (?) entleert (was ein kleines bisschen piekt). Zur Sicherheit gucken sie auch nochmal unterm Mikroskop - nicht dass sich die beiden im Schlauch festgekrallt haben und man nur denkt, man habe sie umgesetzt.

Dann klettere ich zurück ins Bett und liege noch 20 Minuten flach. Weh tut gar nichts, das ist schön. Allerdings fürchte ich bei jeder Straßenunebenheit, Hanni und Nanni könnten sich schon wieder aus dem Staub gemacht haben. Das wird lang bis zum 12.1....